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Museen im Social Web | Forschungsprojekt Audience+ | Workshop ll

Workshop_luzern_audience
Die Hochschule Luzern initiierte ein Forschungsprojekt, dass es Museen erleichtern soll, im Social Web anzukommen und dort kompetent, nachhaltig und individuell zu agieren.
Das Team der stARTconference ist bei Audience+, so der Projektname, der Kompetenzpartner für den Bereich "Kultur 2.0". Meine KollegInnen und ich begleiten jeden Workshop mit, geben unsere Erfahrungen, unser Wissen über die Zusammenhänge des Social Webs und die Möglichkeiten für die Museen an die TeilnehmerInnen weiter. Geplant, strukturiert, organisiert und geleitet werden die Workshops von einen Team um Bettina Minder und Professor Axel Vogelsang, Fachbereich Design & Kunst.

Unser Ziel ist, dass in den 5 Workshops reproduzierbare Tools entwickelt werden, die es unterschiedlichsten Museen ermöglichen, erfolgreich am Social Web zu partizipieren. Die Erfahrungen, die im Audience+-Forschungsprojekte gesammelt und vom Hochschul-Team dokumentiert und gemeinsam mit Teilnehmern und Projektpartnern verifiziert werden, bilden die Grundlage für diese Tools, die dann wiederrum die Grundlage zur Beratung weiterer Museen in der Schweiz und Europa bilden werden. Weitere Museum-2.0-Forschungsprojekte, die sich mit Themen wie z. B. Mobile Web, Apps und Social-Marketing-Strategien beschäftigen werden, sind bereits in Planung.

Es wäre zu wünschen, gäbe es ähnliche Projekte für andere Kultur- und Unternehmensbereiche. Aber immerhin können Museen und andere Kulturbetriebe durch die Zusammenarbeit von Hochschule Luzern und stARTconference davon profitieren. Wir denken intensiv darüber nach, wie wir dieses Wissen umgehend weiter geben können. Sicherlich wird es dazu auf der stART10, die vom 09.-10.09.2010 wieder in Duisburg stattfinden wird, einen Schwerpunkt geben. Aber auch eine Zusammenarbeit mit Museen, Verbänden und Hochschulen, wie sie in der Schweiz vorgemacht wird, ist denkbar.

Wenn jemand schon jetzt einen konkreten Vorschlag oder interessante Kontakte hat: bitte melden!

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Am Montag, 26.04.2010 fand der zweite Workshop an der Hochschule Luzern in den Räumen des  Fachbereichs Design und Kunst statt. Wieder waren MitarbeiterInnen von 7 Museen aus der Schweiz anwesend. Die Palette der Museen ist sehr weit gefächert: Kunst, Geschichte, Wissenschaft...die ganze Bandbreite.
Aber in einigen Punkten sind sie sich alle ähnlich.
Alle sind sehr wissbegierig, wenn es um das Social Web geht.
Alle haben den Wunsch, schnell in das Social Web einzutauchen.
Und alle haben bisher wenig bis keine Erfahrung mit dem Social Web gemacht.
Die Inhalte des Workshops ll werden- wie beim Workshop l - noch genauer dargestellt werden, sobald die HS Luzern ihre Auswertung fertig hat.

Für mich sind Vorträge und Workshops zu halten nichts neues. Es macht mir dazu auch noch riesigen Spass und stellt eine unterhaltsame Abwechslung im Beratungs- und Projektmanagement-Alltag dar.
Aber das diese unter wissenschaftlicher Kontrolle und Analyse stattfanden, war eine interessante Erfahrung. Inhaltlich hielt ich zuerst einen Keynote-Vortrag über " Social Web- Grundlagen, Möglichkeiten und Risiken für Kulturbetriebe" und stand im weiteren Verlauf des Workshops als Experte für Detailfragen und individuelle Probleme zu diesem Thema zur Verfügung. Mein Kollege Christian Henner-Fehr ging in seinem Teil ausführlich auf die Funktion und Nutzbarkeit von RSS-Feeds ein, bevor er die Grundlagen von Social Networks erklärte. Abschluss war dann eine praktische Arbeit mit Social-Bookmark-Tools, die in kompakter Form verschiedene Angebote wie diigo, Mr. Wong und delicious erklärte. Dazu gibt es zwei Videos HIER, die ich aus einem Video-Livestream seines Vortrags erstellt habe. Bitte die Qualität entschuldigen, dass war ein Livestream via iPhone. Ich arbeite bis zum nächsten Mal an der Qualität.

Fazit des Workshop ll
-optimal vorbereitet
-professionell strukturiert, organisiert (WLAN für alle TeilnehmerInnen, alle Netbooks und Smartphones halte ich nicht unbedingt für Alltag bei einer solchen Veranstaltung) und betreut (jederzeit Ansprechpartner, Mittagscatering!)
-engagierte TeilnehmerInnen, neugierig und wissendurstig, mit praktischem Bezug
-nachhaltige und kompetente Inhalte mit Vorträgen/Schulungen von Experten aus Europa (bisher: Deutschland, Österreich, Schweiz, UK)
-schade, dass wir dergleichen noch nicht in Deutschland haben

Aber wir haben uns vorgenommen, dass wir über die stARTconference und ihre Partner versuchen werden, etwas vergleichbares auf den Weg zu bringen.
Es ist definitv nötig! Ohne diese Grundlagen werden (Kultur-) Betriebe wegen falscher Beratung nicht nur sehr viel Geld zum Fenster hinauswerfen, die Hemmschwelle das Social Web zu betreten, ist nach wie vor noch sehr hoch. Da bieten Forschungsprojekte wie Audience+ eine vorbildliche Form, um Beratung und Schulung zu einem nachhaltigen Erfolgsprojekt für Museen zusammen zu schweissen.

Nachtrag
Ich möchte mich bei Prof. Axel Vogelsang, Bettina Minder und der Hochschule Luzern bedanken, dass sie dieses Forschungsprojekt möglich gemacht haben. Ich habe nicht nur neue Erfahrungen in der Organisation und Didaktik von Workshops gewonnen, sondern auch neue Impulse für meine eigenen Vorträge bekommen. Zudem werde ich noch ein grösseres Augenmerk auf eine didaktische Struktur meiner Vorträge legen. Unterhaltungswert ist gut, aber von den Luzernern habe ich in der Vortragskritik noch einiges lernen können.
Auch dafür "Vielen Dank!".
Ich freue mich auf die kommenden Workshops.

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Update 28.04.2010
Christian Henner-Fehr hat auch schon einen Beitrag zum Workshop ll geschrieben: Audience+: Museum und Web 2.0

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