Social Media Monitoring. Soll man es machen?
Plane ich eine längere Wanderung, ist es ratsam, die Wetterlage einschätzen zu können. Wie sieht das Wetter heute aus? Wie morgen und an den folgenden Tagen? Aber nicht nur im realen Leben ist es für eine gelungene Reise wichtig, neben Route, Begleitung und Ausrüstung auch das Klima im Blick zu haben. Auch im Social Web macht eine regelmässige Kontrolle des Weges und des zu erreichenden Ziels Sinn. Mehr noch: Sie ist für eine erfolgreiche Reise durch digitale Länder und Wolken unerlässlich.
Durch einen Facebook-Hinweis des Webdesigners Rouven Kasten wurde ich auf die untere Grafik aufmerksam. Die Darstellung statistischer Auswertungen durch Grafiken erfreut sich gerade im Web höchster Beliebtheit. Erst am Freitag hatte ich eine Grafik zur "Blase 2.0" zum Anlass für einen Beitrag genommen.
Die aktuelle Grafik hat ein interessantes Thema. Dargestellt wird in übersichtlicher und kompakter Form die Auswertung einer amerikanischen Umfrage zum Einsatz von "Social Media Monitoring" in Unternehmen, Agenturen und bei Freischaffenden. Neben Fragen zur Nutzung wurden auch Fragen zu Kosten und zur Zufriedenheit gestellt. Richtig interessant ist die Studie aber, weil aktuelle Tools genannt werden und Kritik aufgeführt wird.
In dieser Form der kompakten, übersichtlichen Information sind Grafiken für den schnellen Leser eine feine Sache. Aber sie täuschen doch darüber hinweg, dass man sich als Profi-Anwender intensiv mit diesem Thema beschäftigen muss. Man selbst, Vorgesetzter und Kunde will schliesslich wissen, wo man steht. Wo man erfolgreich war, wo man nachbessern muss. Egal ob bei einem Social-Media-Event oder einem Transmedia-Projekt: Ein nachvollziehbares "Social Media Monitoring" ist unerlässlich.
Welche Bandbreite die SMM-Tools haben, zeigt die Grafik ebenfalls. Und sie zeigt, dass es fast so viele Angebote gibt, wie User. Auch, dass sie nicht billig sind. Aber für Unternehmen und aufwendige Werbeaktionen sind sie unerlässlich.
Für die meisten Social-Web-Projekte - vor allem wenn sie selbständig durchgeführt werden - reicht es aber aus, wenn man wenigstens folgende Grundwerte im Auge hat und monatlich zur Visualisierung dokumentiert:
- Facebook Statistik
- Twittergrader
- Klout-Wert und Vergleich mit ähnlichen Projekten. Ersatzweise PeerIndex
- Abrufzahlen von Fotos und Videos
- Feedback im Blog/Twitter/Facebook
- Google-Blog-Suche. Zeigt in Echtzeit Beiträge zum Thema in Weblogs
In einem früheren Beitrag habe ich mich zum Thema "SMM" schon ausführlicher, inklusive Hinweis auf ein umfassendes, kostenloses eBooks, geäussert.
Schaut euch die Grafik in Ruhe an und beantwortet mir bitte noch die Frage, wie ihr es für die eigenen Projekte haltet mit dem "Social Media Monitoring.
Macht ihr es?
Wenn ja, wie?
Und wenn nein: Warum nicht?
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Alle meine Beiträge zur Reihe "Unternehmenskommunikation im Social Web" finden sie HIER.