Soupstorming im Glück: Standort-Marketing 2.0
Bild: fotografiert von Rouven Kasten, erstellt mit wordphoto
Neue Medien verlangen neue Formen der Zusammenarbeit. Sind sie dann nicht nur inhaltlich, sondern auch von den begleitenden Speisen her ein Genuss, macht es doppelt Spass. SoupStorming ist so eine Form der Zusammenarbeit, die das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet.
Natürlich kann das auch Cake-, Burger-, IceStorming sein. Hauptsache, man hat eine kreative Atmosphäre mit WLAN und kleinen Köstlichkeiten, die das Brainstorming On- und Offline stimulieren. Die Idee dazu kam mir, als in Duisburg ein neues Cafe eröffnete, dass sich Räume und Namen mit dem integrierten Friseur teilt: Glück.
Das Cafe Glück (Name und Grafikdesign entsprangen einem CI/CD-Konzept meines Freundes Carsten Kieslich) hat sich in kurzer Zeit zum Stamm-Cafe der Duisburger Social-Web-Szene gemausert, was nicht nur an den selbstgemachten Schlemmereien der Inhaberin Birgit Pollok liegt, sondern weil es an einem grossen Tisch bis zu 12 Leuten Platz zur ruhigen Zusammenarbeit lässt, ohne das die anderen Gäste gestört werden. Und dieser Platz wird mit Freude angenommen!
SoupStorming ist - so lautet meine Definition - das spontane, zeitlich festgelegte und für alle offene Brainstorming zu einem bestimmten Thema, das in seinen Grundzügen mit einer Mindmap/einem Basiskonzept vorbereitet ist und die Erfahrungen aller Anwesenden und via "Social Web" teilnehmenden Interessierten sammelt, individuell bewertet und das Ergebnis allen zur Verfügung stellt. Heute vormittag hatte ich gefragt, wer sich daran beteiligen möchte und 3 TeilnehmerInnen kamen spontan um 13 Uhr ins "Glück".
Mein Thema heute war "Standortmarketing 2.0". Oder anders gesagt: Wie kann man ein vorhandenes klassisches Marketing um die Möglichkeiten des Marketings und der PR im "Social Web" für einen Ort/ein Event ergänzen? Konkret geht es bei mir um die Integration eines solchen "Standortmarketing 2.0" für die beiden Asisi-Panometer in Dresden (Panorama "Dresden 1756") und Leipzig (Panorama "Amazonien"). Das lässt mir schon seit einiger Zeit keine Ruhe und ich habe jetzt der Geschäftsleitung vorgeschlagen, dass ich, aufbauend auf meinen Erfahrungen und den bisher im Asisi-Team entwickelten Social Web Skills, gemeinsam mit Asisis Marketing- und PR-Department dieses neue Feld nachhaltig in die Unternehmenskultur integriere.
Diese Entwicklung werde ich öffentlich diskutieren und dokumentieren. Alle Ergebnisse sind für alle Beteiligten frei nutzbar, mit allen Know-How-Gebern teile ich gerne das so neu gewonnene Wissen und helfe jederzeit bei eigenen Projekten. Diese Form des "Co-Workings" hat sich in meinen Netzwerken in den letzten Jahren bewährt und ich würde es gerne weiter ausbauen. Neben der räumlichen Zusammenarbeit stelle ich mir hierbei auch ein "Dezentrales Co-Working" vor, dass parallel in Echtzeit über ein Blog oder "Social Networks" (Twitter, Facebook") funktioniert.
Auf jeden Fall hat diese Idee heute mit dem SoupStorming sehr gut begonnen. Es wurden viele Ideen gesammelt, besprochen und Erfahrungen ausgestauscht. Ich habe für ein erstes konkretes Konzept viele Impulse erhalten. Auf der folgenden Mindmap, die während des SoupStorming entstand, sind die verschiedenen Ansätze, deren Einsatz und Möglichkeiten grob aufgezeichnet:
Mindmap Stand 14.06.2011
Wie gesagt, werde ich die Map weiter ausbauen. Habt ihr weitere Vorschläge oder eigene Erfahrungen, könnt ihr sie hier als Kommentaren einfügen. Die Map aktualisiere ich regelmässig und werde während der Umsetzung weiter darüber berichten.
Prinzipiell interessieren mich alle Ideen zu einem CRM auf Basis sozialer Netzwerke oder Social-Media-Anwendungen. Aber ich freue mich auch über Erfahrungen in der Offline-Online-Vernetzung.
Für Unternehmen, Vereine, Behörden und Kulturbetriebe mit einem Standort-Angebot, sind die so gesammelten Ergebnisse sicher interessant. Auch ein Blick in die nähere Zukunf dürfte spannend sein.
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Vielen Dank an Diana Winkert, Rouven Kasten und Christian Spließ für das gemeinsame SoupStorming!
Wer ein kostenloses MindMapping-Tool sucht, sollte es entweder mit auf seinem Rechner mit Freemind (Windows, Apple) oder online mit MindMeister (Basis-Version kostenlos) versuchen.
