WEBLOGE - Social Web Marketing/PR/Produktionen für Film & TV
Eigentlich sollte man meinen, dass Film und Fernsehen mit ihrem massenkompatiblen Content auch das "Social Web" transmedial bedienen. Schaut man sich aber einmal genauer, wie Schauspieler, Produzenten, Sender und Agenten vorgehen, sieht es in Deutschland in diesem Bereich noch düsterer aus, als es der "Entwicklungsland 2.0"-Status in anderen Geschäftsfeldern vermuten lässt.
Keine transmedialen Kampagnen oder Produktionen, keine Social-Web-Redaktionen (sieht man einmal von der kleinen Truppe in Thomas Gottschalks Studio ab), keine "Alternate Reality Games", keine Ahnung.
Gemessen an den "Testreihen", die US- und UK-Sender schon fahren (und die auch noch weit vom dem entfernt sind, was sinnvoll möglich ist), passiert in Deutschland so gut wie nichts.
Welche Möglichkeiten hinter einer Social-Web-Strategie stecken, haben während des Superbowls amerikanische Sender vorgemacht, die mit einer speziellen Redaktion vor, während und nach dem Spiel die Fans im Web geradezu steuerten. So hielten sie diese am Bildschirm (was wichtig für die teuer verkaufte Werbung ist), informierten sie aber zusätzlich auf einem völlig neuen Niveau.
Das Filme die Grenzen der Leinwand rentabel sprengen können, ja müssen, wissen wir von Beispielen wie "District 9" und wer an einem Sonntagabend auf Twitter nach "#tatort" sucht, wird bestens unterhalten. Überhaupt sind Twitter-Hashtags ein klares Zeichen dafür, dass Menschen die Medien transmedial nutzen.
Nicht zuletzt die Besetzung der Hauptrolle der Serie "Two and a half Men" mit Ashton Kutcher zeigte, wie wichtig heute Produzenten die Social-Network-Aktivitäten ihrer Stars für die Werbung sind. Aktive Stars bedeuten ein geringeres Marketing-Budget und trotzdem grössere Wahrnehmung.
Welches Potential für das deutsche Fernsehen im "Social Web" steckt, zeigte auch das Crowdfunding des kommenden "Stromberg"-Films, der innerhalb weniger Tage die benötigte Summe von 1.000.000 Euro zusammen bekam. Es belegt, dass völlig neue Finanzierungsmodelle möglich sind, aber auch, dass es im Web eine riesige und aktive Fan-Base gibt, die nur darauf wartet auf Augenhöhe mit ihren LieblingsschauspielerInnen und über ihre Lieblingssendungen zu interagieren.
Das "Logentheater Berlin".
In langen Gesprächen wuchs bei uns beiden der Gedanke, dass wir seine langjährige Erfahrung in der Film/TV-Branche und mein Social-Web-Know aus Projekten für Unternehmen, Behörden und Institutionen zusammenführen und im "Logentheater" unter dem Namen "WEBLOGE" anbieten werden. Konkret wollen wir im März mit einem ersten Projekt starten: Wir wollen den von Johannes ins Leben gerufen Wettbewerb "Set Hacker Award" auf neue, transmediale Füsse stellen. Dieser Preis, der jährlich auf einem Berlinale Event verliehen wird, bietet sich auf Grund seiner Struktur, seiner prominenten Teilnehmer und seines Contents ideal an, um die WEBLOGE auf das unbestellte Feld des "TV/Film @ Social Web" loszulassen.
Um das Portfolio der WEBLOGE darzustellen, habe ich eine erste, kurze Präsentation erstellt, die in den kommenden Wochen detailierter ausgeführt wird. CI/CD wird bis April fertig gestellt, aber gerne können Interessierte schon jetzt mit uns Kontakt aufnehmen.
Ich werde hier regelmässig über WEBLOGE berichten. Beginnen werde ich in den nächsten Tagen mit einer näheren Erläuterung der Präsentation.